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Kieferorthopädie in Wien & Linz

Behandlung von Kiefergelenksproblemen und -erkrankungen (CMD) in 1060 Wien

Sie leiden unter Kieferknacken, Schmerzen beim Kauen, eingeschränkter Mundöffnung oder häufigen Kopf- und Nackenschmerzen? Vielleicht leiden Sie zusätzlich unter Verspannungen im Schulterbereich oder Zähnepressen, besonders nachts oder in stressigen Situationen? All diese Symptome können Hinweise auf eine Kiefergelenkserkrankung (craniomandibuläre Dysfunktion - CMD) sein.

In unserer Zahnarztpraxis in 1060 Wien werden Sie bei Kiefergelenksbeschwerden im Rahmen einer umfassenden Erstordination von DDr. Jaryna Eder untersucht. Ziel ist es, Ihre Beschwerden genau zu analysieren und festzustellen, ob es sich um eine Funktionsstörung des Kiefergelenks im Sinne einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) handelt.

DDr. Jaryna Eder arbeitet seit vielen Jahren an der Universitätszahnklinik Wien in der Spezialambulanz für Funktionsstörungen, mit besonderem Schwerpunkt auf Funktionsdiagnostik und Kiefergelenktherapie.

Vereinbaren Sie gerne hier online Ihren Termin (bitte DDr. Jaryna Eder - Termine Kiefergelenksbehandlung auswählen). 

Ursachen für Kiefergelenkserkrankungen (CMD)

Kiefergelenkserkrankungen werden unter dem Begriff craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, zusammengefasst. Dabei handelt es sich um eine Funktionsstörung des Zusammenspiels von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen.

Wichtig zu wissen ist, dass CMD in der Regel multifaktoriell entsteht. Das bedeutet, dass mehrere Faktoren gleichzeitig zur Entstehung der Beschwerden beitragen und nicht eine einzelne Ursache verantwortlich ist.

Zu den häufigsten Einflussfaktoren zählt das Zähneknirschen oder Pressen, auch Bruxismus genannt. Dabei wird die Kaumuskulatur überlastet, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann. Auch muskuläre Probleme im Bereich von Gesicht, Schläfen, Nacken und Schultern spielen häufig eine Rolle.

Stress und psychische Belastung können die Beschwerden zusätzlich verstärken, insbesondere wenn sie mit vermehrtem Pressen oder Knirschen einhergehen. Ebenso können Verletzungen, etwa durch einen Unfall oder Sturz, eine CMD begünstigen.

Früher wurde häufig angenommen, dass eine Fehlstellung der Zähne eine zentrale Ursache ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand gilt jedoch, dass eine Zahnfehlstellung allein meist nicht ausreicht, um die Beschwerden zu erklären.

Kiefergelenksbeschwerden sind insgesamt weit verbreitet. Studien zeigen, dass bis zu 40 bis 75 Prozent der Menschen Auffälligkeiten wie ein Kiefergelenkknacken aufweisen. Allerdings benötigen nur etwa 5 bis 12 Prozent tatsächlich eine Behandlung. Frauen sind etwa zwei- bis viermal häufiger betroffen als Männer, und die Beschwerden treten besonders häufig im jungen bis mittleren Erwachsenenalter auf.

Ein wichtiger Risikofaktor ist Bruxismus. Etwa 8 bis 13 Prozent der Erwachsenen knirschen im Schlaf, während bis zu 20 bis 30 Prozent ein unbewusstes Zähnepressen im Alltag zeigen.

Quellen: National Institute of Dental and Craniofacial Research
https://www.nidcr.nih.gov/health-info/tmd, American Academy of Family Physicians
https://www.aafp.org/pubs/afp/issues/2023/0100/temporomandibular-disorders.html 

Zungenlage bei CMD: Einfluss auf Beschwerden und moderne Therapieansätze

Auch die Lage und Funktion der Zunge spielt eine wichtige Rolle im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Muskulatur und Zähnen. In einer gesunden Ruhesituation liegt die Zunge locker am Gaumen an und stabilisiert so den Unterkiefer. Befindet sich die Zunge jedoch dauerhaft in einer tiefen Position oder liegt ein verkürztes Zungenband (Ankyloglossie) vor, kann dies die natürliche Muskelbalance stören. Die Folge sind kompensatorische Spannungen im Bereich der Kaumuskulatur sowie im Nacken- und Halsbereich. Auch ein ungünstiges Schluckmuster kann dadurch verstärkt werden. 

Die Behandlung erfolgt in der Regel durch gezielte myofunktionelle Therapie, bei der die richtige Zungenruhelage und ein physiologisches Schluckmuster trainiert werden. In ausgewählten Fällen kann auch eine Korrektur eines zu kurzen Zungenbandes sinnvoll sein, wobei dieser Eingriff stets mit funktioneller Therapie kombiniert werden sollte, um ein langfristig stabiles Ergebnis zu erzielen. Wir empfehlen zudem eine logopädische Abklärung, um mögliche myofunktionelle Einschränkungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu beurteilen.

Zungenbändchenkorrekturen werden in unserer Praxis von Dr. Dr. Felix Wick durchgeführt.

Symptome von Kiefergelenkserkrankungen

Die Beschwerden bei CMD können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Typisch sind Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks, der Kaumuskulatur oder der Schläfen. Viele Betroffene berichten auch über ein Knacken oder Reiben im Kiefergelenk beim Öffnen und Schließen des Mundes.

Häufig kommt es zu einer eingeschränkten Mundöffnung oder zu dem Gefühl, dass der Kiefer blockiert. Auch Schwierigkeiten beim Kauen oder ein veränderter Biss können auftreten.

Zusätzlich können Beschwerden außerhalb des Kiefers bestehen. Dazu zählen Kopfschmerzen sowie Nacken- und Schulterschmerzen. Manche Patienten berichten über Ohrenschmerzen, oder ein Druckgefühl im Ohr.

Gelegentlich treten auch Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Schwindel auf. Diese Beschwerden können begleitend vorkommen, sind jedoch nicht eindeutig auf eine CMD zurückzuführen und sollten immer sorgfältig abgeklärt werden.

Diagnose von Kiefergelenkserkrankungen

Die Diagnostik beginnt in unserer Zahnarztpraxis in 1060 Wien mit einer ausführlichen Anamnese. Dabei werden die Beschwerden, mögliche Auslöser und belastende Faktoren im Alltag erfasst. Besonders wichtig sind Angaben zu Schmerzen, Kiefergeräuschen, Bewegungseinschränkungen sowie zu Knirschen oder Pressen.

Im Anschluss erfolgt eine klinische Untersuchung. Dabei werden die Kiefergelenke, die Kaumuskulatur, die Beweglichkeit des Unterkiefers sowie die Mundöffnung und die Bisssituation überprüft.

Diese klinische Funktionsanalyse ist in den meisten Fällen ausreichend, um eine CMD zu diagnostizieren. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Magnetresonanztomographie werden nur eingesetzt, wenn der Verdacht auf strukturelle Veränderungen besteht oder die Diagnose unklar ist.

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Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen

Die Behandlung richtet sich immer nach der individuellen Ursache und dem Beschwerdebild. In den meisten Fällen stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Aufklärung über die Erkrankung und das eigene Verhalten im Alltag. Patienten sollten darauf achten, die Zähne in Ruhe nicht aufeinanderzupressen und belastende Gewohnheiten wie Kaugummikauen zu reduzieren. In akuten Phasen kann auch eine weiche Kost sinnvoll sein.

Zur kurzfristigen Linderung von Schmerzen können entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden.

Eine Aufbissschiene kann in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, insbesondere bei ausgeprägtem Bruxismus. Ihre Wirkung ist jedoch individuell unterschiedlich und nicht in allen Fällen eindeutig belegt.

Wichtig ist, dass irreversible Maßnahmen wie umfangreiche Veränderungen am Biss oder operative Eingriffe nur selten notwendig sind und nur bei klarer Indikation durchgeführt werden sollten.

Physiotherapie für die Kiefermuskulatur

Die Physiotherapie stellt einen wichtigen Bestandteil der Behandlung dar, insbesondere wenn muskuläre Verspannungen im Vordergrund stehen.

Ziel der Therapie ist es, die Kaumuskulatur zu entspannen, die Beweglichkeit des Kiefers zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Dabei kommen unter anderem manuelle Techniken, Dehnübungen und Koordinationsübungen zum Einsatz.

Auch die Körperhaltung spielt eine wichtige Rolle, insbesondere im Bereich von Nacken und Schultern. Übungen für zuhause sollten regelmäßig durchgeführt werden. 

Ein zentraler Punkt ist die sogenannte Kieferruhehaltung. Dabei sollten die Zähne in entspannter Position keinen Kontakt haben, während die Lippen geschlossen sind. Diese einfache Maßnahme kann bereits zu einer deutlichen Entlastung führen.

Häufige Fragen zu CMD (Kiefergelenksproblemen)

Zu welchem Arzt sollte man bei CMD?

Bei Verdacht auf eine craniomandibuläre Dysfunktion sollten Sie sich an eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt mit Erfahrung in Funktionsdiagnostik wenden. Diese sind speziell dafür ausgebildet, Störungen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur zu erkennen und gezielt zu behandeln. In vielen Fällen erfolgt die Therapie in Zusammenarbeit mit Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.

Was kann man bei einer CMD im Kiefer tun?

Die Behandlung erfolgt in der Regel konservativ. Dazu gehören Aufklärung, Verhaltensänderungen im Alltag, Physiotherapie sowie bei Bedarf eine Aufbissschiene. Ziel ist es, die Muskulatur zu entspannen, Fehlbelastungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.

Was passiert, wenn CMD nicht behandelt wird?

Unbehandelt können die Beschwerden chronisch werden. Es kann zu anhaltenden Schmerzen, zunehmenden Verspannungen sowie einer weiteren Einschränkung der Kieferbeweglichkeit kommen. Auch Begleitsymptome wie Kopf oder Nackenschmerzen können sich verstärken.

Woher weiß ich, ob ich CMD habe?

Typische Hinweise sind Schmerzen im Kiefer oder Gesicht, Kieferknacken, eingeschränkte Mundöffnung, Verspannungen sowie Kopf oder Nackenschmerzen. Eine sichere Diagnose erfolgt jedoch erst durch eine zahnärztliche Funktionsanalyse im Rahmen einer Untersuchung.

Was darf man bei CMD nicht machen?

Vermeiden Sie starke Belastungen des Kiefers wie häufiges Kaugummikauen, weite Mundöffnung oder bewusstes Zusammenpressen der Zähne. Auch harte oder sehr zähe Lebensmittel sollten in schmerzhaften Phasen gemieden werden.

Was macht man bei plötzlich auftretenden Schmerzen im Kiefer?

Schonung des Kiefers ist zunächst wichtig. Eine weiche Kost, Wärmebehandlungen und das Vermeiden von Belastung können helfen. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollte eine zahnärztliche Abklärung erfolgen.

Hilft Physiotherapie bei CMD?

Ja, Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie kann helfen, Verspannungen zu lösen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Besonders wirksam ist sie bei muskulären Beschwerden.

Hilft Botox bei CMD?

Botulinumtoxin kann in bestimmten Fällen eingesetzt werden, insbesondere bei starkem Zähnepressen oder Knirschen (siehe Masseterbotox). Die Anwendung sollte jedoch sorgfältig abgewogen werden und ist nicht die Standardtherapie. Eine individuelle Abklärung ist erforderlich.