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Rückbissbehandlung eines erwachsenen Patienten mit Alignern – ohne kieferchirurgischen Eingriff









Diesmal geht es um die Rückbissbehandlung eines erwachsenen Patienten mit Alignern, ganz ohne kieferchirurgischen Eingriff und/oder Extraktion. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die Hintergründe, die Aligner-Therapie und die spezifischen Herausforderungen dieses Falls werfen.


Rückbiss oder Klasse II: Eine kurze Erklärung


Was bedeutet der Begriff "Rückbiss" oder Klasse II? Dieser beschreibt eine Fehlstellung der Kiefer, bei der der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu weit hinten liegt. Diese Situation kann zu verschiedenen Problemen führen, darunter Schwierigkeiten beim Kauen, Sprechen und sogar Atemprobleme.


Vergrößerter Überbiss oder sagittale Stufe: Eine zusätzliche Erklärung


Ein vergrößerter Überbiss, auch als sagittale Stufe bekannt, tritt auf, wenn die oberen Frontzähne übermäßig über die unteren Frontzähne ragen. Diese Fehlstellung, auch als Overjet bezeichnet, kann ästhetische und funktionelle Beeinträchtigungen verursachen, darunter Probleme beim Kauen und Sprechen.


Aligner-Therapie: Die durchsichtige Zahnspange


Die Aligner-Therapie, auch bekannt als unsichtbare Zahnspange, ist eine moderne Methode zur Korrektur von Zahnfehlstellungen. Anders als herkömmliche feste Zahnspangen besteht sie aus transparenten Kunststoffschienen, die individuell angefertigt werden. Diese Schienen werden über die Zähne gestülpt und üben sanften Druck aus, um die Zähne in die gewünschte Position zu bewegen.


Q & A zum Thema Aligner und Rückbissbehandlung ohne kieferchirurgischen Eingriff


Frage: Wie funktionieren Aligner bei der Behandlung von Rückbiss? Antwort: Aligner arbeiten, indem sie schrittweise die Zähne in die korrekte Position bewegen. Dies geschieht durch den Austausch der Schienen alle paar Wochen, bis die gewünschte Korrektur erreicht ist. Um das Unterkiefer im Vergleich zum Oberkiefer besser einzustellen, sind sogenannte Vorschubfedern (Mandibular Advancement) integriert in den Alignern , bzw. die klassischen Gummizüge notwendig. Diese unterstützen auch die (wie in dem Fall auf den Fotos) Rückwärtsbewegung und Einstellung der Oberkiefer Frontzähne, damit diese nicht mehr so nach vorne stehen.


Frage: Warum ist eine kieferchirurgische Intervention nicht erforderlich? Antwort: In einigen Fällen kann eine kieferchirurgische Intervention notwendig sein, aber bei diesem konkreten Fall mit einem Rückbiss von über 12 mm war es möglich, ohne solche Maßnahmen auszukommen, da bei diesem Patienten vor allem die Oberkiefer Frontzähne sehr stark nach vorne gekippt waren (protrudiert).


Frage: Wie lange dauerte die Behandlung? Antwort: Die gesamte Behandlungsdauer betrug in diesem Fall knapp unter 2 Jahren.


Fotobeschreibung: Rückbiss über 12 mm - kieferorthopädische Behandlung ohne Extraktion und kieferchirurgischen Eingriff


In unserem vorliegenden Fall zeigte sich ein vergrößerter Überbiss oder sagittale Stufe. Die Herausforderung bestand darin, diese Fehlstellung zu korrigieren, ohne auf extraktive Maßnahmen oder kieferchirurgische Eingriffe zurückzugreifen. Durch die konsequente Anwendung der Aligner konnten wir dem Patienten zu einem verbesserten Biss als auch Optik verhelfen.


WICHTIG: Jeder Fall ist individuell, und die Entscheidung für eine bestimmte Behandlungsmethode ist von verschiedenen Faktoren abhängig. In diesem speziellen Fall war die Aligner-Therapie die optimale Wahl in Absprache mit dem Patienten, um eine ästhetisch ansprechende und funktionell verbesserte Bisslage zu erreichen. Alternativ wäre auch eine Behandlung mit festsitzender Zahnspange möglich gewesen.


Wir hoffen, dass diese Fallstudie Einblicke in die Möglichkeiten der Aligner-Therapie bei der Behandlung von vergrößerten Frontzahnstufen und sagittalen Stufen bietet. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Ihr Team Dr. Wick
















 






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